Vegan automatisch gesund?

Zuerst würde ich sagen „gesünder“ – für den Körper, die Umwelt, die Erde.

Fangen wir an mit der Frage: Was ist die Interpretation des Wortes oder der Ernährung „vegan?“ Weil es unendlich viele Interpretationen mittlerweile gibt.

Es gibt 5 Grundtypen – vegane Grundtypen – nach vielen Jahren der Konfrontation mit einigen Menschen, die immer was finden, bei allem was man sagt und tut.

  1. der JunkFood Veganer

Vegan zu essen, heißt nicht automatisch „nur“ die Tierprodukte wegzulassen. Darum geht es gar nicht. Es geht darum, sich auch gesünder zu machen. Pommes Frites, vegane Burger, vegane Pizza, vegane Nudeln, vegane Muffins, all das zu essen bedeutet nicht, dass wir automatisch gesünder sind, wenn wir das essen.

Wenn Du Donuts isst und viel Brot heißt das nicht, dass Du gesünder bist als andere. Alles was im Ofen und auf dem Herd zu Tode gekocht wird, ist nicht gesund.

Wer mich kennt weiß, das ich seit 7 Jahren ein großer Fan roh-veganer Ernährung bin. Hitze verarbeitet Faserstoffe und alle Vitamine in ungesunde Zucker-Kohlenhydrate. Die Lebenskraft im Essen wird komplett zerstört. Und diese Lebenskraft benötigen wir, um Lebenskraft zu haben. Wenn wir einen Apfel in den Boden pflanzen, wächst mit Glück ein Apfelbaum. Wenn wir einen gekochten Apfel in den Boden pflanzen, wächst gar nichts. Und genauso ist das mit unseren Zellen.

Es geht beim ernähren und gesund bleiben auch nicht darum, was du zu Dir nimmst, und was Du auswählst.

Es geht immer nur darum „womit Du aufhörst!“

Je mehr wir von den Dingen essen, die uns 1:1 von der Natur gegeben werden, umso besser ist es für unsere Gesundheit.

Die Paleo Freunde sagen, ja aber in der Steinzeit haben sie auch kein Brot usw. gegessen, das ist richtig, aber sie haben auch nichts gekocht. Sie haben alles so gegessen, wie es von der Natur kam, das macht den Unterschied.

Wenn wir Pflanzen essen, essen wir das Obst, die Gräser, die Salate, das Gemüse nicht für uns, sondern für die Lebewesen in uns, die die Faserstoffe der rohen, lebendigen Lebensmittel benötigen, um sich zu erhalten, zu vermehren und uns dadurch gesund zu machen oder gesund zu halten.

Nochmal: Die Faserstoffe der pflanzlichen Ernährung ist NICHT für uns als Indiviuum, sondern für die Bakterien usw., die in uns leben. Denn: Dein Körper gehört nicht Dir? Du hast gar keinen Einfluss auf Deinen Körper, das macht das Leben, das in Dir tobt.

Und wenn diese Lebewesen nicht das richtige Essen bekommen, dann werden sie stinksauer und vermehren sich in die falsche Richtung, oder sterben und machen den „falschen“ und krankmachenden Viren und Bakerien Platz, wie zum Beispiel dem H.Pylori, der sich sehr gerne von Zuckerstoffen ernährt, die, wie wir jetzt gehört haben, sich aus denaturierten Kohlenhydraten bilden.

Was auch immer wir über 20-30 Jahre lang gegessen haben, hat das genährt und gebildet, was jetzt in uns lebt.

Und wenn wir jetzt auf roh-vegan umsteigen, geht das nicht wie einen Schalter umlegen. Das dauert. Und je älter wir sind, um so länger kann die Umstellung dauern, und auch manchmal Probleme machen, wie Blähungen, Müdigkeit usw.

Aber es lohnt sich dran zu bleiben, denn eines Tages haben wir die Probiotika, die probiotischen Lebewesen in uns gezüchtet und genährt, die uns lebendig halten und gesund. Es benötigt auch Zeit, um die Probiotika zu züchten im Körper, die wir benötigen, um die Faserstoffe aufzuspalten.

Deshalb hören auch viele Menschen wieder auf, sich vegan bzw. roh vegan zu ernähren, weil sie nicht sofort einen gesundheitlichen Vorteil verspüren, wenn sie weiterhin Junk Food essen, oder diese „umgewandelte Fakewurst“, das „Fake-Hackfleisch“ etc.

2. der Frucht/Saft und Zucker Veganer

Ich bin zum Beispiel auch kein Freund von großen Mengen frisch gepresster Säfte. Warum? Ja ich weiß, es gibt Tausende andere Meinungen im Netz, das ist mir aber egal, denn ich schreibe nur darüber, was für mich Sinn macht und was funktioniert. Auch der Smoothie ist zwar wunderbar und auf jeden Fall sinnvoll, und der rohvegane Käsekuchen (wir haben ein Buch darüber geschrieben mit Rezepten) ist wunderbar. Aber: Immer nur „dazu“. Zusätzlich. Die süßen Früchte etc. stoppen das Körpersystem, bestimmte Verdauungsvorgänge zu vollziehen, weil die Leber zb. viel zu beschäftigt ist damit, die Kohlenhydrate des Zuckers wieder umzuwandeln. Die Vitamine können vom Körper kaum absorbiert werden und es wird viel zu wenig Magensäure aufgebaut, die der Körper wiederum benötigt, um Bakterien wie H.Pylori erfolgreich auszumerzen.

Die Probiotika machen 70% unseres gesunden Lebens aus. Was hält sie am Leben? Die richtige Ernährung.

Wenn wir ein Glas Orangensaft trinken (Anmerkung: kommt der Saft SO in der Natur vor? NEIN), dann fehlen uns die Faserstoffe, die der Körper benötigt, bzw. die in uns lebenden Kulturen. Was bleibt, sind ein paar Vitamine und Zucker. Ein Glas Orangensaft hat beinahe so viel Zucker wie ein Glas Cola. Ja richtig, es ist Fruchtzucker, das andere Industriezucker. Unterm Strich allerdings haben wir Zucker, von dem sich die „schlechten“ Bakterien und „Hefen“ ernähren und vermehren und schließlich den ganzen Körper überwuchern. Und dann ist die Kacke buchstäblich am Dampfen, und keiner weiß mehr, wo eine sogenannte Unpässlichkeit oder Krankheit eigentlich ihren Anfang genommen hat.

Das nächste Problem hierbei ist, dass sie zu viel von dem „süßen“ Fruchtzeugs essen und der Anteil an „grün“ viel zu niedrig ist. Warum, weil die meisten „grünen“ Lebensmittel mehr oder weniger bitter sind. Wenn Du durch die Natur läufst und hier und da etwas abpflückst wirst du feststellen, dass es bitter schmeckt. Das liegt daran, dass die Natur auf Selbstheilung und Reinigung angelegt ist. D.h. die grünen „Stoffe“ aus der Natur sind bitter, damit sie uns heilen können. Das ist das Geschenk Gottes an uns.

Die Leber, unser Hauptheilungsorgan, liebt „Bitterstoffe.“

3. der „meistens oder hauptsächlich gesunde Typ“- der sich selbst bescheißt

1 Donut bringt mich nicht um sagt er, am nächsten Tag isst er vielleicht ein Stück Pizza, alles zu dem angeblich zu fast 100% gesund lebenden Menschen. Es geht auch nicht darum, davon hin und wieder etwas zu naschen. Das mache ich auch. Es geht um das wie oft, und wie viel. Denn nach einem halben Jahr von regelmäßig ein „bisschen“ habe ich auch „zu viel!“.

4. der 100% roh-vegane Typ

Selbst wenn Du im Supermarkt nur noch Obst,Gemüse, Salate, Samen, Nüsse kaufst und diese isst, besteht die Möglichkeit, dass du gesundheitliche Probleme bekommst. Warum? Weil heutzutage alles auf lowbudget hergestellt wird. Die Bauern erhalten so gut wie kein Geld mehr für ihre Waren und ihre Arbeit. Die Böden sind ausgelaugt und haben nicht mehr genügend Energie, um diese an die Pflanzen abzugeben.

Das nächste Problem ist, dass fast alles heutzutage unreif geerntet wird. Die Pflanzen erhalten nicht mehr genügend Sonne und Nährstoffe, um die Vitamine, Mineralien und Stoffe für uns zu produzieren, die wir benötigen.

Außerdem werden die Waren über 2 Wochen nach der Ernte über den ganzen Erdball kutschiert.

5. der roh-vegane 100% Esser plus Supplements

Ich weiß, es ist schwer, die richtige Ernährung zu finden. Man will alles richtig machen, geht dorthin und da hin. Geht bio einkaufen – was übrigens immer noch besser ist – geht zum Bauerladen- was NOCH besser ist, oder – und der ist das Beste, aber nicht für jeden möglich, pflanzt selbst an.

Die gesündesten Lebensmittel allerdings – um hier ein Fazit zu finden – sind die Wildpflanzen. Die Wildpflanzen haben so tiefe Wurzeln, um an Wasser zu kommen, sie sind so mit der Erde mit mit dem gesamten Universum verbunden, dass sie alles haben, was unser Körper benötigt.

Wenn wir einen Apfel in der Natur finden, den wir pflücken können und dürfen ist das wundervoll. Aber viele, die meisten Menschen haben diese Möglichkeit nicht.

Die Ware im Supermarkt hat 14 Tage nach der Ernte leider fast keine Vitamine mehr und das Wasser, das Fruchtwasser und das Kondenswasser, vom eingepackten Produkt tun das übrige. Es vernichtet die Vitamine.

Versuche, so viele Wildpflanzen als möglich in deinen täglichen Speiseplan einzubauen.

Für den heutigen Tag, möchte ich hiermit enden.

Denn Gesundheit und Heilung haben natürlich nicht nur mit dem Essen, der Ernährung und den richtigen oder falschen Lebensmitteln zu tun.

Aber dazu in nächster Zeit mehr.

Gib dein Bestes, fühle dich gut beim essen, wähle intuitiv und instinktiv, handle nach keinen Methoden und Vorgaben, denn sie sind für diese Menschen gut, die sie erfunden haben.

Ich möchte zum Beispiel A.Williams nicht bewerten, ich habe auch alle Bücher von ihm, aber ich habe festgestellt, dass nach vielen Monaten immer wieder und immer wieder „an Versuchen“ diesen Selleriesaft zu trinken, weil MAN überall von Tausenden Leuten gehört und gesehen hat, wie gesund und heil sie wurden durch den Selleriesaft und den Detox Smoothie wurden, ich die Segel buchstäblich gestrichen habe. So viele Monate habe ich versucht, mich mit diesem Selleriesaft zu versöhnen. Ja, es gab sogar schon Momente an denen ich dachte, dass ich irgendwie „versage“ – fällt mir keine anderes Wort gerade ein – wenn ich es nicht schaffe. Oder noch schlimmer, ich werde nie ganz gesund, so wie man gesund sein sollte lt. A.Williams und seiner geistigen Stimme, die zu ihm spricht, wenn ich NICHT diesen Saft täglich trinke.

Nein – ich trinke keinen Selleriesaft mehr! Er schmeckt mir nicht, er bekommt mir nicht – nein auch nicht nach vielen Wochen, wo es angeblich besser sein muss.

Ich möchte keinen Selleriesaft trinken! Er gehört NICHT zu mir. Und ich möchte Dir damit die Freiheit schenken, auch darüber nachzudenken, ob die eine oder andere Vorgabe, diese unfassbar viele aufgemotzte Fotos in Instagram, dieser Druck, der entsteht, dies zu essen, dies zu lassen, nicht zu viel Deiner Freiheit und Intuition, der körpereigenen Intuition dir nimmt.

So hier geschehen.

Ich habe über den Selleriesaft vor Jahren schon gelesen und es ausprobiert. Auch viele Varianten Detox Smoothies. Und nein, mir ging es nicht besser. Denn Heilung geschieht anders.

Wenn Du hinfällst und eine Schürfwunde hast, heilt diese Wunde vermeintlich von selbst. DU heilst sie nicht, der Selleriesaft auch nicht.

Hier einige sehr unterschiedliche Ernährungsmeinungen und Methoden großer Ernährungsgurus:

  1. keinen Saft – auf keinen Fall
  2. nur Saft – nur Saftfasten killt den Krebs
  3. Selleriesaft – 2x 1/2 l täglich
  4. Detox Smoothie
  5. Grüner Smoothie
  6. Keine Früchte zu den Greens
  7. Supplements
  8. keine Supplement
  9. Pulversupplement
  10. keine Kohlenhydrate
  11. keine Proteine
  12. keine Zuckerstoffe, egal welche
  13. kein Fleisch, kein Käse, keine Milchprodukte (naja ist auch eine ethische und ökologische Frage)
  14. kein Brot
  15. Glutenfreie Sachen – nur glutenfrei
  16. Hefefrei
  17. nur Vollkorn
  18. überhaupt kein Vollkorn
  19. usw. usw. usw.

Was kann ich nun tun fragst du?

Beginne einfach damit, kein gekochtes, gebratenes und im Ofen erhitztes Essen zu essen.

Gib Wildpflanzen zu deinem Essen.

Du merkst, kein Heilpapst hat einen Heilungsweg. Finde deinen Weg.

schönen Feiertag noch aus Wien

die Petra

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