Raus aus der Sucht

* ALKOHOL

* ALKOHOLIKER

* ALKOHOLIKERINNEN

* ANGEHÖRIGE VON ALKOHOLIKERN

* KINDER VON ALKOHOLIKERN

Ich werde mich auch hier in Stichworten äußern, ohne langes Blabla, so dass Ihr selbst die Möglichkeit habt zu spüren und zu fühlen, ob wir gemeinsam ein Stück Weg gehen, um dieser Hölle, in der Ihr Euch befindet, und die ich sehr gut kenne, zu „ENTKOMMEN!“

Zu mir: Ich war 25 Jahre oder länger keine Ahnung „ALKOHOL-abhängig!“. Ich war ein halbes Jahr am Hansenbarg in der Nordheide, das war 1989, dort habe ich den Vater meiner 3 Kinder kennen gelernt. Auch Alkoholiker – natürlich. Unser erstes Kind starb im Alter von 3 Monaten. Über 3 Jahre später kamen meine Zwillinge zur Welt, die sind heute 18 J.

Mein Leben als „glückliche Alkoholikerin“ begann erst vor ungefähr 16 Jahren. Rückfälle und dieser ständige Drang und das ständige Denken an Alkohol oder an Ersatz für Alkohol (Essen, Kaufen, Liebe, Kaffee und vieles mehr) haben mein Leben nach der Entzugsklinik bestimmt.

Ihr seht, es war ein langer Weg. Das muss natürlich  nicht sein und das ist auch nicht so. Hätte ich damals jemanden wie mich gekannt, wäre mir viel Leid, viel Schmerz und unendlich viel Scham und Sorgen erspart geblieben.

Ich wage mich mit meinem Buch, an dem ich schreibe,  auf eisglattes Parkett, denn ich behaupte und ich weiß das „AUS MEINEM LEBEN!“ und aus den Leben derjenigen Menschen, die ich schon begleitet habe und begleite …

EIN TROCKENER ALKOHOLIKER KANN TRINKEN, WENN ER WILL –

ABER: (und das ist das Schönste) – ER WILL DANN NICHT MEHR! Und das ist FREIHEIT!

Und wie das geht, das weiß ich – Die Wahrheit schreibt die besten Geschichten.

Ich kann das hier auch nicht alles schreiben. Wenn Ihr das Gefühl habt, ich kann Euch helfen, dann meldet Euch.

Meine Mutter übrigens zuerst auch Alkoholikerin, später CO-Abhängige.  Das ist nicht unbedingt ein leichteres Leben, als das der betroffenen Alkoholiker-in selbst. Ich habe sehr viel Mitgefühl mit allen hier Betroffenen.

Es ist unendlich „schwer“ und unendlich „schwierig“, in diesem Kampf,  diesem Kampfmodus leicht und lebendig und fröhlich weiter zu leben. Wer kämpft hat immer ein Schlachtfeld. Und was viel wichtiger ist: es gibt immer einen der siegt und einen der verliert. Und das wollen wir ja nicht, oder?

Es geht OHNE ALKOHOL. Aber anders. Ganz anders.

Ich habe mit meinen Kindern ein wunderbares Leben. Die Kinder selbst, noch nie Alkohol benötigt, sagen von sich, wir brauchen das nicht, es schmeckt uns auch nicht.

Und ich liebe mich und sie dafür.

Ich könnte hier ewig schreiben, von dieser Freiheit.

Abhängigkeit – egal welche – ist Abwesenheit von Freiheit in allen Lebensbereichen. Das TROCKEN WERDEN und TROCKEN SEIN beginnt erst  nach dem Entzug!

Wenn ich weiß, wie ich den Weg in Leichtigkeit und Freude gehen kann, ist er leicht und führt mich zu meiner Aufgabe. Der liebe Gott hat hier jedem eine Chance gegeben, für sich und für die Menschen.

Viel Mut- Freude und Leichtigkeit

Wünscht Euch

Die Petra

 

 

 

Kommentare:

 

  1. PLANET X schreibt:

    Liebe Petra,
    bin auf eine brennende Frage zum Alkohol-Thema gestossen:
    Ist es möglich, nachdem man „trocken“ geworden ist, nun selbst zu bestimmen, ich trinke heut abend mal ein Glas und dann ist es gut. Morgen nicht, vielleicht mal wieder bei irgendeiner Gelegenheit. Also mit anderen Worten sich die Freiheit zu nehmen, heute möchte ich mal ein Glas und das reicht dann auch.
    Ich glaube Sucht hat mit SUCHEN zu tun, es ist die Suche nach dem Göttlichen.
    Wir vergessen dabei nur, ES, das Göttliche ist nicht im Aussen zu finden, es ist IN UNS…… ;))
    Alles Liebe dir.
    Kornelia Petra

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    • Hallo liebe Kornelia

      hast du mein Buch gelesen? Bitte vorher lesen, dann können wir darüber reden. Es ist grundsätzlich richtig, alles was du schreibst.

      Dann melde ich mich wieder. Schöne Frage übrigens.

      Liebe Grüsse
      von Petra 🙂

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      • …….PS: das was du schreibst, ist genau mein Anliegen, mein Thema. Systeme bringen nur Systeme hervor und gehen niemals individuell auf einen Menschen ein. Eine Sucht kommt und geht. Sie muss aber auf dem Weg gehen können, auf dem sie gekommen ist. Um den Weg zu entdecken, damit er gehen kann, ist es natürlich wichtig, im Innen zu finden. Das hast du super richtig gefunden. Das Schöne ist, wenn du die Freiheit verinnerlicht hast und den Weg gefunden, dann ist es tatsächlich möglich, in der Freiheit das eine oder andere Glas zu trinken. Warum? Weil der Grund für das „Füllen“ weg fällt. Der Alkoholiker trinkt natürlich um eine Leere zu füllen. Daher auch „ich bin voll“, „ich bin volltrunken“, „der ist schon wieder voll“ , usw.
        Liebe Grüsse
        die Petra

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  2. Dass Sucht von „Suchen“ kommt und nicht von „Sieche“ (mittelalt. Krankheit), liegt auf der Hand. Leider sehen das viel zu wenig Betroffene auf dieser Ebene. Cui bono, wem nützt es, muss immer die erste Frage sein. In erster Linie sollte Befreiung von einer Sucht mir selbst, und nicht falschen Propheten der 12-Schritte-Lehre nützen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, es gibt tausende Wege in die Sucht und es gibt genauso viele, die wieder herausführen.
    Friedrich für: http://www.alkohol-und-baclofen-forum.de/

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  3. MARIA schreibt:

    Es ist tragisch, wenn die Suche nach Spirituellem zur Sucht nach Spirituosen wird (Alkoholismusdefinition nach R. Dahlke). Mein Bruder starb vor drei Wochen an seiner lebenslangen Alkoholsucht. Allerdings darf man nicht vergessen, dass der Weg in die Sucht über den Rausch führt. Und wir alle tragen in uns das Bedürfnis nach dem Rausch, nach einem veränderten Bewusstseinszustand in uns, in dem die Grenzen unseres Alltagsbewusstseins überwunden werden können. Alkohol ist der Weg, der am leichtesten zu sein scheint, tatsächlich ist er der verhängnisvollste. Alkohol tötet, direkt oder indirekt. Ich verstehe nicht, warum er in unserer Gesellschaft so verharmlost wird. Petra, du hast meine Hochachtung.

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