„Aller heiligen“

„Aller heiligen“, so müsste der Tag heute normalerweise geschrieben werden. Denn was bedeutet „Aller heiligen?“ Was tun viele Menschen an diesem Tag? Sie gehen auf Friedhöfe, in Kirchen, kaufen Gestecke und denken an ihre Verstorbenen, geliebten oder nicht so geliebten Menschen, die mit ihnen ein Stück Weg gegangen sind.

In diesem Fall wäre es besser, den Tag „Allerdenken“ zu nennen, oder besser „Aller gedenken“.

Die christliche Version dieses Tages erspare ich mir, ist sie den meisten Menschen doch bekannt. Den wenigsten ist die Bedeutung allerdings bewusst. Aber auch darüber möchte ich heute nicht sprechen. Das habe ich vor Jahren schon einmal getan.

Heute möchte ich meine Gedanken auf „Aller heiligen“ lenken. Mit ALLER meine ich in diesem Fall allen „Toten, Verstorbenen“. Besser wäre natürlich dies auf „ALLE MENSCHEN“ zu beziehen, doch dazu ist dieser Allerheiligen Tag nicht vorgesehen.

Also reden wir weiter über „Aller heiligen“. ALLER sind also die von uns und von vielen anderen Menschen vor ihnen gegangenen Menschen. Sie sind vor kurzem gegangen oder vor langer Zeit und doch nutzen wir diesen Tag, um ihnen zu gedenken. Bei Allerheiligen allerdings heiligen wir sie, heiligen und huldigen wir ihnen.

Warum?
Wenn wir das schon tun, dann sollten wir den Tag „Aller heiligen“ nennen. Also die Seele, die übrig bleibt, wenn der Körper stirbt, als das annehmen und sehen, was sie auch zu Lebzeiten des Menschen wirklich war.

„Heilig“ und „ewig“. Nur würden wir dies meist zu Lebzeiten nicht oder wir wissen und erkennen gar nicht, dass wir mehr sind, als das was von uns einmal verwest. Denn das ist vergänglich. Unsere Seele ist es nicht.

Also heiligen wir in diesem Fall, und an diesem Tag die Seele des / der Verstorbenen, die uns ein Stück im Leben begleitet hat, oder haben, wenn wir mehreren Seelen gedenken, und ge-danken.

Dies ist ein schöner, heiliger und würdiger Ansatz, begegnen wir ihnen doch immer wieder, zunächst im sogenannten Jenseits und wenn wir noch einiges aufzuarbeiten haben, was wir in diesem Leben nicht mit ihnen klären konnten, dann im nächsten oder übernächsten Leben.

Denn nichts bleibt unerledigt im Universum. Spirituelle Menschen und alte Weisheiten sagen dazu „Karma“. Die Bibel sagt „bittet so wird euch gegeben“. Das Echo sagt, „es kommt immer so zurück, wie man es aussendet“. Ein Sprichwort sagt, „wie man in den Wald hineinruft, schallt es zurück!“

Alles ist wahr, alles stimmt.

So nehmen wir diesen Tag doch auch zum Anlass, an alle zu denken, die noch leben, denn hier können wir am meisten bewirken und wirken.

Einen seelenvollen Tag wünsche ich euch.

Die Petra

fotos (c) katholisch.de und (c) wetter.com

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