Vorsätze

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Liebe Leserinnen & Leser!

Nun liegt der Jahreswechsel ein paar Tage zurück. Traditionell geht er mit vielen neuen Vorsätzen und Zielen einher. Und, was hat sich bislang wirklich geändert?

Den wenigsten Menschen gelingt es, diese Vorsätze nachhaltig Realität werden zu lassen.
Der Hauptgrund liegt darin, dass es keine echten Ziele und Absichten sind, sondern eher inhaltslose Träumereien und Sehnsüchte.

Wenn sich jemand vornimmt, von nun an finanziell frei zu sein, was soll sich da verändern? Etwa, dass er von Geld befreit ist, also gar keines mehr hat? Ganz ehrlich, wenn mir Kunden von solchen ‚Absichten‘ erzählen, frage ich mich wirklich, wer einen solchen Unsinn in die Welt setzt. Es können nur Menschen im Mangel sein, die mit Menschen, die auch im Mangel sind, in Resonanz gehen, um weiteren Mangel zu manifestieren.

Wenn aber ein Staubsaugervertreter sich vornimmt, dieses Jahr doppelt so viele Geräte an den Mann zu bringen wie im Jahr zuvor und er das Ergebnis bildhaft vor Augen hat und den Zustand perzipiert und ständig und unablässig nach Möglichkeiten sucht, dem Ziel näher zu kommen, sich an 6 von 7 Tagen dieser Aufgabe verschreibt, dann wird er das Vorgenommene erreichen. Garantiert. Denn er wird eins mit seiner Sache und er wird in seinem Business Geschichte schreiben. Dazu fällt mir der Film ‚Streben nach Glück‘ ein.

Wer aber an Silvester beabsichtigt, finanziell frei zu sein, und ab 02. Januar sich tagein tagaus den altgewohnten Aufgaben und Arbeiten widmet, was soll sich denn da ändern?

Insbesondere, wenn das Leben ständig neue Möglichkeiten sendet, die aber alle einen vermeintlichen Haken haben: das eine kann ich finanziell nicht, das andere ‚fühlt‘ sich nicht gut an, mit dem arbeite ich nicht zusammen, der denkt ja nur an sich, das traue ich mir nicht zu …

Natürlich fühlt es sich nicht gut an: Weil Du Angst hast! Du hast Angst ins Leben zu springen und Du hast Angst doie volle Verantwortung für das zu übernehmen, was Du tust. Und Deine Angst ist ein ganz mieser Berater, denn sie sorgt dafür, dass Du Dich nicht bewegst und nicht veränderst.

Angst ist der Gegenspieler der Liebe. Und Liebe ist Leben. Also ist Angst der Gegenspieler des Lebens. Angst, den Job zu wechseln. Angst, sich selbständig zu machen. Angst, alleine zu leben. Angst, die Partnerschaft zu beenden. Angst, jemanden zu verletzen. Angst, nicht zu genügen. Angst, einen Fehler zu machen. Angst, nicht gewollt zu sein. Angst, kein Geld zu haben. Angst, die Miete nicht bezahlen zu können. Angst, Angst Angst.

„Stoß die Tür Deiner größten Angst auf!“ heißt es schon bei Hiob.

Unsere Kultur hat uns gelehrt, alles mit dem Verstand bewerkstelligen zu müssen. Nur, bei der Angst ist er machtlos. Was nützt es, zu wissen, dass ich eine bestimmte Angst habe? Was nützt es, zu wissen, wo sie herkommt? Und was nützt es, zu wissen, was ich tun könnte, wenn ich sie nicht hätte?Die Angst zu verstehen, macht sie vielleicht weniger bedrohlich, aber weg ist sie deshalb nicht. Viele scheitern, weil sie mit dem Verstand arbeiten, doch der kann die Tür nicht aufstoßen.

CARPE DIEM – einen guten Tag wünsche ich euch
(c) Text Ralf Bihlmeier20171207_124503

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