Vernunft – philosophische Ausflüge

Vernunft –

Phil 4,7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.

* Joh 14,27; Kol 3,15;

 

 

Was bedeutet „Vernunft“?

Wikipedia sagt dazu:

Der Begriff der Vernunft bezeichnet in seiner modernen Verwendung ein durch Denken bestimmtes geistiges menschliches Vermögen zur Erkenntnis. In Anlehnung an die terminologische Verwendung bei Christian Wolff wird sie vom Verstand abgegrenzt, der durch Beobachtung und Erfahrung Sachverhalte erfasst und ihr die Funktion verleiht, allgemein gültige Zusammenhänge durch Schlussfolgerungen zu erschließen, ihre Bedeutung zu erkennen und Regeln sowie Prinzipien aufzustellen. Sofern diese das HandelnWertbestimmungen oder Fragen der Moral betreffen, spricht man von praktischer Vernunft. Unter diesem Begriff tritt zum Vermögen der Prinzipien auch die Fähigkeit, den eigenen Willen zu bestimmen, hinzu. Den auf Erkenntnis und Wissenschaften bezogenen Gebrauch bezeichnet man als theoretische Vernunft. Rationalität ist wiederum ein Begriff der „Vernünftigkeit“, der an der Steigerung der Effizienz, sowohl im Sinne von Wirtschaftlichkeit nach ökonomischen Prinzipien, als auch im Sinne der Gerechtigkeitstheorie oder der Diskursethik, orientiert sein kann.

Der Inhalt des Begriffs der Vernunft wird unterschiedlich bestimmt. In seinem Verhältnis mit dem Begriff des Verstandes hat er im Verlauf der Geschichte von der griechischen Philosophie – Nous und Logos gegenüber dianoia – über das Mittelalter – intellectus versus ratio – bis in die Neuzeit einen Wandel erfahren. In der Neuzeit entwickelte sich, angestoßen von Meister Eckart und Luther, ein Begriffsinhalt, wie er von Immanuel Kant in der Kritik der reinen Vernunft formuliert wurde und so in der Moderne noch weitgehend üblich ist. Danach ist die Vernunft das oberste Erkenntnisvermögen. Dieses kontrolliert den Verstand, mit dem die Wahrnehmung strukturiert wird, erkennt dessen Beschränkungen und kann ihm Grenzen setzen. Damit ist die Vernunft das wesentliche Mittel der geistigen Reflexion und das wichtigste Werkzeug der Philosophie. Dieses Verständnis wurde aber auch kritisiert, so etwa von Arthur Schopenhauer, wo die Vernunft das Organ leerer Spekulation und der Verstand das eigentliche, höhere Erkenntnisvermögen darstellt.

Neben dieser Vernunft als subjektives Vermögen eines Menschen oder „endlichen Vernunftwesens“ (animal rationale) – nahmen einige Philosophen die Existenz einer objektiven Vernunft an: ein die Welt durchwaltendes und ordnendes Prinzip als metaphysische oder kosmologische Vernunft – Weltvernunft, WeltgeistLogosGott. Zu diesen Philosophen gehören z. B. HeraklitPlotin und Hegel. Die Debatten um die Existenz oder Nichtexistenz einer solchen Weltvernunft und ihre eventuelle Beschaffenheit sind ein bedeutender Teil der PhilosophiegeschichteKant verwendet dafür in seiner Kritik der praktischen Vernunft den Begriff der göttlichen Vernunft (intellectus archetypus) der im Gegensatz steht zur menschlichen Vernunft (intellectus ectypus).

 

LEXIKON DER NEUROWISSENSCHAFT:

Vernunft

 

Vernunft w, E reason, oberstes Erkenntnisvermögen, die Fähigkeit zum Erkennen der Umwelt und der eigenen Person (Selbstbewußtsein) und zur bewußten Nutzung dieser Erkenntnisse für das eigene Handeln. Der Begriff der Vernunft schließt neben dem Verstand auch die moralische Dimension ein (moralanaloges Verhalten). EmotionenEthikWilleBewußtseinDenkenEinsichtIntelligenz.

 

LEXIKON

Vernunft

im weiteren Sinne Verstand.

 

DUDEN

Bedeutung

 INFO

geistiges Vermögen des Menschen, Einsichten zu gewinnen, Zusammenhänge zu erkennen, etwas zu überschauen, sich ein Urteil zu bilden und sich in seinem Handeln danach zu richten

BEISPIELE

die menschliche Vernunft

das gebietet die Vernunft

politische Vernunft walten lassen

sie hat gegen alle Regeln der Vernunft, gegen alle Vernunft darauf bestanden

er handelte ohne Vernunft (ohne nachzudenken, ohne Überlegung)

jeder Mensch von Vernunft (jeder vernünftige Mensch)

WENDUNGEN, REDENSARTEN, SPRICHWÖRTER

Vernunft annehmen/zur Vernunft kommen (einsichtig, vernünftig werden)

jemanden zur Vernunft bringen (erreichen, dass jemand einsichtig, vernünftig wird)

 

 

In Abgrenzung zum Begriff der Vernunft wird der Begriff des Verstandes heute gebraucht für Fälle, in denen Phänomene gesondert betrachtet werden, abgelöst vom größeren umfassenden Zusammenhang. In der Umgangssprache werden die beiden Begriffe allerdings nicht streng voneinander unterschieden.

 

mein Nachdenken über Vernunft – eine Momentaufnahme – was heißt, morgen habe ich möglicherweise andere Erkenntnisse:

Vernunft, so wie sie o.g. definiert wird, und auch in vielen Schriften zu finden ist, muss also mit dem Denken zusammenhängen. Das Denken kann, sobald es einsetzt, willentlich beeinflusst werden. Ich kann immer wieder neu entscheiden, was, wie und worüber ich nachdenken will. Ich kann auch entscheiden, ob ich das, was gerade zum Denken ansteht, einfach nicht gedacht werden soll. Das bedeutet für mich „freien Willen“ haben, der meiner Meinung nach auch an den Geist, in diesem Fall Verstand gebunden ist.

Was die Bibel möglicherweise meint, ist – meiner Erfahrung nach – etwas anderes, deshalb beschäftigt es mich auch seit Tagen.

Der Friede Gottes, das ist etwas „geistiges“, aber nicht im Sinne von Denken, Gehirn, Geist, sondern die Lebenskraft, das Eine, das Ewige, Gott genannt oder wie auch immer. Die Energie und die Kraft die erschafft und alles zusammenhält, die uns am „Leben“ hält und unser Herz schlagen lässt. Diese Kraft ist für mich der Friede Gottes. Manchmal spüre ich sie außerhalb von mir, als wenn eine zweite Petra so rechts an meiner Schulter steht und die menschliche Petra beobachtet und mit ihr spricht.

Anmerkung: Früher gab es mal eine Werbung von Lenor, wo so ein geistiger Doppelgänger sich aus dem Vortragenden herausgelöst hat und mit ihm gesprochen hat. So ist das bei mir dann.

Meistens aber spüre ich – wenn ich sie spüre – diese Kraft im Inneren, als Chi oder Prana, wie die östlichen Lehren dies bezeichnen. Als Fluss, als pulsierendes Etwas. Und wenn ich mich nur darauf konzentriere, spüre ich den in der Bibel beschriebenen „Frieden Gottes“.

Dieser Frieden ist durch Irrtümer irgendwelcher Art nicht zu erschüttern. Er leugnet, dass irgendetwas, was nicht zum LEBEN gehört oder zu GOTT, die Fähigkeit hat, uns zu berühren.

Ein unbekannter Autor sagte einmal: „Wenn du dich fürchtest, schätzt du das Falsche und dein Kopf oder Geist werden dann automatisch das Falsche schätzen, weil dein Denken dann mit derselben Macht versehen wird. Und damit zerstörst du deinen Frieden!“

Damit kann ich recht viel anfangen.

Heute viel Philosophie, aber dazu ist mein Blog auch gedacht. Man dies, mal jenes, mal heute, mal morgen.

Schöne Woche aus Wien 🙂 wünscht Petra

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